Ich weiß nicht wer aufgeregter war, ich oder meine Stute? Die einzige dir ziemlich cool blieb war die kleine Leonora. Gerade mal 2 Monate alt und schon so gelassen, na das hat sie auf keinen Fall von Mama
Ich finde es immer wieder aufregend an einen solchen kleinen Event, wie einer Fohlenschau, teil zu nehmen. Doch um so ereignisreicher ist es doch immer wieder wenn man mit dem eigenem Pferd dabei sein darf.
Tage zuvor muss schon geplant werden damit alles passt.
- pünktliceh Anmeldung los schicken
- Zuchtschein versenden
- das hinkommen Organiesieren
- und zum Vorführen eine Weiße Ttrense > da hab ich ja das Glück das ich von einen Friesenhof komme, die haben immer eine im Lager, von ihren damaligen Vorstellungen, Gott sei Dank!!
Doch wie heißt es immer so schön : “Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt.”
Am Freitagabend ist bei uns noch unerwarteter weise ein Fohlen geboren. Das heißt erwartet schon, jedoch auf keinen Fall so früh!
Jedenfalls lassen wir neugeborene nie die ersten zwei Tage ohne Aufsicht, man weiß ja nie, bloß nix verpassen. Da ich selbst nicht mit Hänger fahren darf, können ja, aber dürfen ist ja bekanntlich was anderes, war ich also auf den Chef des Stutenmilchbtriebes angewiesen.
Gott sei Dank wusste ich schon im voraus das die Sonderrassen zum Schluss kommen, von daher hatte der kleine Mann noch etwas Zeit um uns zu beweisen das es ihm gut ging.
Das tat er dann auch. Um 11.00 Uhr, stimmte der Chef dann endlich zu, also höchste Eisenbahn die Pferde fertig zu schrubben und zu Putzen. Die kleine Leonora kennt das Putzen, Halftern und geführt werden schon, da ich die Stute Anneke seit ca. 3 Wochen wieder reite und die kleine muss immer dabei, obwohl sie vor langer weile auch gerne mal mitten auf dem Reitplatz sich hinlegt und schläft, wie gesagt ein völlig ruhig und gelassenes Fohlen. Zu dem genießt sie auch die Aufmerksamkeit für sich zu haben, also drängelt man auch mal eben von hinten und versucht sich den Pops an Frauchen zu scheuern
So Haare gekämmt, Pferd gestriegelt, Füße lackiert mit Huffett, auch wenn es nix nützt wegen dem tiefen Sandboden in der Halle , aber schick sieht es trotzdem aus. Nur noch den Schweif ordentlich Toupiert damit er auch so richtig nach Friesen aus sieht, als hätte Anneke es nötig, und dann geht es schon ans Verladen. Anneke ist da ja zum Glück eine wunderbare Mitspielerin, tapp tapp tapp und schon sind wir drin im Hänger. Die kleine Leonora hab ich an Annekes Halfter angebunden so das sie mit den Schwung und der Zugkraft der Mutter in den Hänger rein geht, der drang hinter her zu gehen ist ja eh da. So schnell die klappe hinten zu und auf geht es.
Wir fahren immer ohne Trennwand bei Stute und Fohlen, das hat sich bei uns bis jetzt am besten gemacht. Das Fohlen frei und Mama rechts und links angebunden, klappt wie geschmiert.

Kaum angekommen geht es gleich zur Anmeldung, nach einen kurzen kontroll Blick in den
Hänger ob alles gut ist und dann warten. Rein Theoretisch wären wir mit einer Tinker-Stute die aller letzten. Wir sind zwar schon zwei Stunden später als beginn hin gefahren, dennoch hätten wir mindestens bis 16 Uhr bei der Masse an Pferden warten müssen. Doch dank den guten Redekünste vom Chef konnten wir uns vordrängen, denn immer hin hatten wir ein neugeborenes Fohlen auf dem Stutenmilchbetrieb, den wir ungern länger als nötig alleine ließen.
Um Weiterhin Zeit zu sparen, bis die Warmblutstutfohlen alle ihre Runden in der Halle gelaufen sind, die Stutbuchaufnahmen auch abgetan sind, sind wir schon bei Frau von Langermann zum registrieren und Chipen lassen von Leonora, damit auch sie einen vollständigen Equidenpass erhält.
Zur Info : Da Friesen keine Abzeichen haben sollten, werden markante und ungewöhnliche Stellen von Wirbeln mit schwarzen Kreuzen eingetragen.
Leonora hat zwei ungleiche Wirbel direkt auf dem zweiten Halswirbel, da fällt mir immer der Spruch ein : je näher der Wirbel desto so wirbeliger im Kopf
Aber das trifft auf die kleine überhaupt nicht zu. Sie ist super brav und hat ein sehr starkes und gefestigtes Vertrauen in den Menschen, vor allem in mich, der sie über all hin folgt, auch ohne Mama. So konnte ich ihr schon mit einem Monat ohne Hilfe das gehen am Führstrick bei bringen, was jetzt uns wahnsinnig zu Gute kommt. Sie läuft perfekt und macht keinen Murks auch wenn sie mal angebunden stehen muss.
Nach dem picken, und der Begutachtung zur Eintragung, ist es nun endlich soweit. Vor uns eine kleine Horde Shettlandponys, aber auch vor denen dürfen wir uns vordrängen.
So die vorherigen Stuten mit ihren Fohlen beenden ihre Ehrenrunde und verlassen auf der gegenüberliegenden Seite die Halle. Hände zittern! Eine Bekannte fragte mich wer nervöser sei ich oder das Pferd. Anneke ließ sich aber nicht beeindrucken von dieser ganzen Parade, sie war die Ruhe selbst und Leonora nahm sich ein Beispiel an ihr.
so auf geht es….
Kurz im Schritt anführen damit wir dem Publikum vorgestellt werden können. Dann ein kurzes Nicken vom Zuchtrichter und schon geht es los im Friesenstechtrap, kurzer Blick nach hinter und das Fohlen folgt perfekt und leichtfüßig.
Die Erste Kurve, dann die Zweite und go on noch ein mal Vollpower und alles zeigen. Anneke ist eine wirklich vorbildliche Stute, sie achtet genau auf mich hält sich an mein Tempo und nimmt die kurven mit bedacht, Leonora folgt auf schritt und tritt.
Der lauf ist überstanden, nun das Aufstellen. Die Helferin versucht vergeblich das Fohlen mit der langen Pietsch in Position zu bringen, aber durch das mit laufen auf dem Platz beim Longieren hat die kleine kaum schiß vor der Peitsche, also kurz um mit einem geübten Griff schnappe ich sie mir, Positioniere sie vor dem Zuchtrichter und damit sie Stil hält krabbel ich sie unauffällig die Brust vorne. Mir summten die Ohren von dem gerenne und der Aufregung so das ich mich Leider kaum darauf konzentrieren konnte wie seine Beurteilung ausfiel.
Gut das Stephan zu gehört hat, nach her auf dem Heimweg erzählte er mir alles und das in doppelt und dreifacher Ausführung.
Das verlassen der Halle verlief so schnell das Stephan hinterher rennen musste, mit der guten Absicht Leonora wieder ans Halfter zu nehmen
Das Lachen blieb dann nicht aus!
Erst jetzt bemerkte ich so richtig das es regnete und das nicht zu wenig. Klatsch nass in nur 20m zum Hänger. Einladen und auf geht es nach Hause.
Dort angekommen versorgten wir noch schnell die Pferde und kontrollierten den neugeborenen. Als ich Anneke zurück auf die Koppel bracht hat man ihr deutlich das große Fragezeichen auf den Kopf erkannt, Was sollte das jetzt?
Den nächsten Tag hat Stephan mir dann das Urteil aus gedruckt und ich lies mich es nicht nehmen selbst noch einmal nach zu schau, wer oder was dort alles gewesen ist und gewonnen hat. http://pferdezuchtverein-ruppiner-schweiz.de/app/download/5042800220/Ergebnisse+Fo+Schau+Wulkow+18-06-11%5B1%5D.pdf